Zimmerpflanzen als natürliche Luftreiniger.

Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorative Elemente sondern auch hübsch anzusehen. Ausserdem sorgen für ein natürliches Ambiente. Deshalb erfreuen sich diese Gewächse von großer Beliebtheit.

Zimmerpflanzen sind natürliche Luftreiniger und sorgen gleichzeitig für ein besseres Wohlbefinden.

Weniger bekannt ist, dass Zimmerpflanzen auch zur Verbesserung der Raumluft beitragen. Denn auch diese Pflanzen betreiben Fotosynthese. Hierdurch wandeln sie in der Luft vorhandenes Kohlendioxid in Sauerstoff um. Ferner können diese Grünpflanen verschiedene in der Raumluft befindliche Schadstoffe absorbieren. Sie sind sozusagen natürliche Luftreiniger. Daher profitieren nicht nur Allergiker von Grünpflanzen in Wohnräumen sondern jeder Bewohner.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Grünpflanzen in Wohnräumen und weshalb sie eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu handelsüblichen Luftreinigern, Luftwäschern oder Luftbefeuchtern sind.

1. Natürliche Luftreiniger – Zimmerpflanzen

Im freien Handel sind verschiedene Zimmerpflanzen erhältlich. Diese sind in der Lage verschiedene Schadstoffe aus der Luft aufnehmen und dadurch die Belastung der Raumluft zu reduzieren.

Dabei sind einige Pflanzen für bestimmte Schadstoffe besser geeignet, als andere Zimmerpflanzen. Möchte man möglichst viele Schadstoffe los werden, sollte eine Mischung aus verschiedenen Grünpflanzen aufgestellt werden.

Die nachfolgende Tabelle listet die unterschiedlichen Pflanzen und die Schadstoffe auf, die sie abbauen.

Botanischer Name Name Filtert folgende Schadstoffe
Ficus benjamina Birkenfeige Formaldehyd
Dracaena Drachenbaum Formaldehy Benzol

Trichlorethylen

Hedera helix Efeu Trichlorethylen Benzol
Scindapsus aureus Efeutute Benzol Trichlorethylen

Toluol

Nikotin

Spathiphyllum Einblatt Aceton Trichlorethylen

Benzol

Formaldehyd

Philodendron Baumfreund Formaldehyd Pentachlorphenol

Benzol

Toluol

Sansevieria Bogenhanf Benzol Toluol
Chlorophytum comosum Grünlilie Formaldehyd Benzol

Toluol

 

2. Die Mischung ist entscheidend

Zimmerpflanzen sind natürliche Luftreiniger - Die Mischung ist daher entscheidend.

Eine einzige Zimmerpflanze wird zum Beispiel nicht in der Lage sein, einen Luftreiniger zu ersetzten. Darum ist eine Mischung aus verschiedenen Zimmerpflanzen empfehlenswert. Ausserdem sollten Pflanzen mit verschiedenen Blattgrößen kombiniert werden. Dabei gilt, je größer das Blatt der Pflanze, umso mehr Schadstoffe kann sie über die Spaltöffnungen an der Blattunterseite aus der Raumluft aufnehmen und somit die Belastung nachhaltig reduzieren. Des Weiteren können auch Schadstoffe über das Wurzelsystem der Grünpflanzen aufgenommen werden. Die Filterung über die Wurzeln funktioniert am Tag sowie in der Nacht.

3. Vermeiden von zu hoher Luftfreuchtigkeit

Bei Pflanzen als Luftreiniger darf die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum nicht zu hoch werden.

Abhängig von der Raumgröße ist es sinnoll verschiedene Pflanzen miteinander zu kombinieren. Dadurch ist es möglich ein ausgewogenes Raumklima zu schaffen. Sind verschiedene Pflanzen im selben Wohnraum, haben diese zum Beispiel einen direkten Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum. Denn Grünpflannen müssen regelmäßig gegossen werden und geben die Feuchtigkeit druch Verdunstung wieder an die Umgebung ab. Grundsätzlich ist dieser natürliche Prozess nicht schlecht und wirkt sich meist positiv auf das Raumklima aus. Dennoch ist darauf zu achen, dass der Raum durch zuviel Grün nicht überfeuchtet und somit die Grundlage für neue Belastungen, wie zum Beispiel Schimmel geschaffen wird.

Besteht die Gefahr von zu hoher Luftfeuchtigkeit, kann ein Luftentfeuchter oder regelmäßiges Lüften Abhilfe schaffen. Zusätzlich sollte die Erde der Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden. Denn die Schimmelbildung auf der Pflanzenerde ist meistens ein erstes Anzeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum.

4. Welche Nachteile haben natürliche Luftreiniger?

Der Einsatz von Zimmerpflanzen zur Luftverbesserung hat nicht nur Vorteile. Denn im Vergleich zu Luftreinigern gibt es verschiedene Nachteile, die vor dem Kauf beachtet werden sollten.

  • Zimmerpflanzen müssen erstens regelmäßig gegossen und zweitens ab und zu gedüngt werden. Ausserdem müssen sie in regelmäßigen Abständen in neue Erde umgetopft werden.
  • viele Pflanzen sind ein Staubmagnet. Deswegen müssen sie in regelmäßigen Abständen abgeduscht werden.
  • die Pflanzen müssen ausserdem regelmäßig beschnitten werden
  • Zimmerpflanzen sind bei weitem nicht so effektiv wie ein Luftreiniger, sodass einige Schadstoffe in der Raumluft übrig bleiben.
  • Ausserdem benötigen alle Pflanzen ausreichend Licht. Nur so können sie Sauerstoff produzieren. Im Dunkeln benötigen sie selbst Sauerstoff, sodass der Sauerstoffgehalt in der Nacht reduziert wird.

5. Fazit

Zimmerpflanzen sind hübsch anzusehen und zusätzlich nützlich zur Verbesserung der Raumluft. Allerdings sollte man sich nicht nur auf auf Sie verlassen. Sondern zuätzlich einen Luftreiniger zum Beispiel mit HEPA-Filter einsetzen. Ausserdem benötigen Zimmerpflanzen in regelmäßigen Abständen Wasser. Deswegen muss die Pflege der Pflanzen während einer längeren Abwesenheit, zum Beispiel bei einem Urlaubes sichergestellt werden. Hier kann eine gute Nachbarschaft hiflreich sein. Aber trotz einem höheren Pflegebedarf sollten Grünpflanzen in keiner Wohnung fehlen.

Bildquellen

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